Höhere Präzision und Flexibilität in der Fertigung

Mit dem Einsatz eines modernen Bearbeitungszentrums rüstet sich der mittelständische Hersteller von Präzisionswerkzeugen für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit

Die Zindel Präzisionswerkzeuge GmbH wurde 1981 in Zellhausen von Werkzeugmachermeister Jochen Zindel gegründet. Als einer der ersten erkannte er, dass sich Stahlwerkzeuge durch Funkenerosion präziser, effizienter und flexibler fertigen lassen. Die Technik des Drahterodierens konnte sich bei der Fertigung von Stahlwerkzeugen schnell durchsetzen. 1984 bezog das Unternehmen seine heutigen Räumlichkeiten in Mainhausen. Mittlerweile arbeiten 16 Mitarbeiter in dem Familienbetrieb, seit 2014 unter der Leitung von Sohn Timo Zindel und Tochter Jasmin Zindel.

Mit einem Team von Werkzeugmachern, Zerspanungstechnikern und Erodierern werden bei Zindel Spezialwerkzeuge gefertigt – flexibel nach Kundenanforderungen. Dabei werden die Verfahren des CNC-Drahterodierens, CNC-Fräsens und CNC-Senkerodierens eingesetzt. Neben Schneid-, Zieh- und Gesamtschneidwerkzeug werden auch Presswerkzeuge für industrielle pulvermetallurgische und pharmazeutische Anwendungen gefertigt. Diese können mit einer Toleranz von bis zu 3 μ gefräst werden. Durch die Möglichkeiten zum Reverse-Engineering kann die Konstruktion auch nach individuellen Mustern, Zeichnungen oder 3D-Modellen erfolgen.

Kurze Reaktionszeiten sichern Vorsprung vor Konkurrenz aus Fernost
Bei Zindel stammen bis zu 95 % der Kunden aus dem heimischen Markt und dem umliegenden Ausland. Um die Wettbewerbsfähigkeit auch für die Zukunft zu sichern, entschied man sich für eine Modernisierung des Bearbeitungszentrums. „Unser großer Vorteil gegenüber der Konkurrenz aus Fernost ist ganz klar, dass wir vor Ort sind und grundsätzlich viel kurzfristiger und flexibler auf spezielle Kundenbedürfnisse reagieren können. Deshalb ist es für uns sehr wichtig, dass wir diesen Vorteil auch in Zukunft auf wirtschaftliche Weise voll ausspielen können“, sagt Timo Zindel.
Fahrständer Bearbeitungszentrum VSC 3 4000 XTS -
Maschinentisch mit Spannvorrichtung zur Fräsbearbeitung von Langteilen


Bohrbearbeitung einer Führungsplatte
Mit der Modernisierung auf das AXA-Modell VSC 3 4000XTS können viele Arbeiten jetzt in einer Schicht statt in zwei Schichten gefertigt werden. Die Vorteile des neuen Fahrständer-Bearbeitungszentrums zeigen sich allerdings nicht nur in der Geschwindigkeit der Maschine oder durch die sehr leistungsstarke Hauptspindel mit 40 kW und 255 Nm. Durch die integrierte Werkzeuginnenkühlung mit einer stufenlos einstellbaren Hochdruckpumpe mit bis zu 40 bar Kühlmitteldruck kann jetzt ein viel breiteres Spektrum an Werkzeugen eingesetzt werden. Außerdem kommt es zu geringerem Materialverschleiß, wodurch die Werkzeuge nicht so oft erneuert werden müssen. Das reduziert die Stillstandszeiten und die Betriebskosten können nachhaltig gesenkt werden. Auch das Fertigen von größeren und breiteren Teilen als bisher ist nun durch den großen Arbeitsbereich der Spindel mit Verfahrwegen in X/Y/Z von 4000/1000/950 mm möglich, was deutlich mehr Flexibilität für die Fertigung bedeutet.

Spezielle Gleitführungen für schnelle Präzisionsarbeit
„Für die Herstellung von Präzisionswerkzeugen sind die bei AXA verbauten Gleitführungen mit Kugelgewindetrieb in allen Linearachsen die beste Wahl“, so Zindel. Dieses Führungssystem zeichnet sich durch extreme Steifigkeit, überdurchschnittliche Dauergenauigkeit und ausgezeichnete Dämpfungseigenschaft aus. Außerdem ist es hervorragend in der Nach- und Einstellbarkeit. In Kombination mit der von AXA patentierten Unterstützung des Kugelgewindetriebes lassen sich so mühelos Verfahrgeschwindigkeiten bis 40 m/min erreichen.

„Unsere Kunden bekommen ihre Anfragen bis zu 50% schneller geliefert, wir können insgesamt effizienter und wirtschaftlicher arbeiten und wir waren während der ganzen Zeit von kompetenten und zuverlässigen Mitarbeitern der Firma AXA betreut. Deshalb war die Wahl von AXA auf jeden Fall die richtige Entscheidung“, fasst Timo Zindel die Vorteile zusammen.

Lösungsorientiert auf ganzer Linie
AXA steht für vollständigen Service rund um die Werkzeugmaschine. Das beginnt bei der Planung, Entwicklung und Konstruktion und reicht über die Fertigung bis hin zur Montage und Inbetriebnahme vor Ort. AXA zeichnet eine extrem hohe Fertigungstiefe und daraus resultierende Qualität der Komponenten aus. Das Prädikat „Made in Germany“ zählt dabei auch für die Zulieferer, mit denen AXA zusammenarbeitet. Auf diese Weise können die Kunden von AXA über Jahre hinweg kompetent begleitet und mit originalen AXA-Komponenten versorgt werden. Nachhaltigkeit hat eben viele Gesichter!

„Die ausführliche und persönliche Beratung und Vor-Ort-Besichtigungen sowohl in den Werkstätten bei AXA als auch bei den Besichtigungen der Räumlichkeiten bei uns waren zusätzlich zur überzeugenden technischen Leistung Faktoren, die zu dem guten Eindruck beitrugen“, begründet Timo Zindel die Entscheidung für die AXA-Maschine.

Gelungener Aufbau auf begrenztem Raum
Eine besondere Herausforderung stellte der Aufbau des Bearbeitungszentrums vor Ort dar. Weil die Anlage nicht im Ganzen durch das Werkstor passte, wurde die Maschine in entsprechend große Teile zerlegt und im Anschluss wieder zusammengebaut. Die Implementierung vor Ort sowie die technische Einweisung der Mitarbeiter durch den Monteur und schnelles Trouble-Shooting funktionierten reibungslos.

Gerade in entscheidenden Phasen zeigte AXA sich so durch seine hohe Kundenorientierung und Flexibilität als der richtige Partner zur Ausführung der Modernisierung. „Solche Entscheidungen hängen nicht nur von der Qualität und dem Preis der Maschine ab. Für uns ist das Gesamtpaket ausschlaggebend, also ob man auch auf der menschlichen Ebene zusammenpasst.“

Mit Tradition und Innovation im Einsatz für den Kunden
Genau wie die Zindel Präzisionswerkzeuge GmbH ist die AXA Entwicklungs- und Maschinenbau GmbH ein Familienunternehmen. Gegründet 1965 mit Stammsitz in Schöppingen beschäftigt das Unternehmen für spanende Bearbeitungszentren in Fahrständer- und Portalbauweise rund 350 Mitarbeiter. Stabilität in Qualität und Leistung und eine eindeutige Kundenausrichtung sind bei AXA seit über 50 Jahren fest in den Unternehmenswerten verankert. Die hohe Fertigungstiefe wird ergänzt um die Fähigkeit, andere Technologien in bestehende Konzepte zu integrieren. Dadurch können nahezu alle Kundenwünsche in den Bereichen Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von Bearbeitungszentren und maßgeschneiderten Produktionsanlagen erfüllt werden.