Optimale Auslastung durch Vernetzung des Maschinenparks

Wächter & Wokan setzt auf höchstmögliche Flexibilität – und vernetzt sechs unterschiedliche AXA Bearbeitungszentren in der eigenen Produktion

Die Wächter & Wokan GmbH ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen in der zweiten Generation. Es wurde 1981 in Eppingen von Peter Wächter und Werner Wokan gegründet. Beide waren zuvor als Werkzeugmacher bei der Firma Siemens beschäftigt und erhofften sich durch die Selbstständigkeit eine berufliche Verbesserung. In den ersten Jahren wurde in Lohnfertigung für Stromerzeuger und die Baubranche produziert. Schnell wuchs der Kundenstamm und die positive Unternehmensentwicklung führte dazu, dass im Jahr 2000 am Standort Eppingen neu gebaut wurde. Die Produktionsfläche vergrößerte sich auf 1000 qm. Inzwischen arbeiten insgesamt 9 Mitarbeiter bei Wächter & Wokan. Ein weiterer Ausbau ist geplant.

Seit 2007 ist Christian Wokan als geschäftsführender Mitgesellschafter im eigenen Unternehmen tätig. Heute produziert Wächter & Wokan ausschließlich als Lohnfertiger in den Bereichen CNC Zerspanungstechnik, CNC Rohrbiegetechnik, Schweißtechnik, Pressen sowie Muster- und Serienfertigung. Dabei werden unterschiedliche Materialien bearbeitet - 60 % Aluminium über alle Maschinen, 30 % Stahl, 10 % Edelstahl / Guss.

Lag zunächst der Fokus auf der Druckmaschinenbranche so hat sich der Schwerpunkt inzwischen verlagert. Produziert wird für Kunden aus dem Anlagenbau, dem klassischen Maschinenbau, der Medizintechnik sowie für Hersteller im Werkzeugbau.

Kundenzufriedenheit als höchstes Gebot
Im Jahre 2004 steht die Firma Wächter & Wokan vor einer besonderen Herausforderung. Ein Kunde aus der Druckbranche suchte eine Lösung zur Bearbeitung von Druckmaschinen Bauteilen. Allerdings war die Aufgabenstellung noch gar nicht definiert, da zu dem Zeitpunkt unklar war, welche Bauteile genau bearbeitet werden sollten. Wächter & Wokan konnte die Anforderung mit den bestehenden Maschinen nicht erfüllen. Somit musste eine neue Maschine her, die höchstmögliche Flexibilität bieten konnte.

Der Firma Wächter & Wokan war das Unternehmen AXA durch Besuche des AXA Vertriebsmitarbeiters Andreas Mayer bekannt. Dieser Kontakt war schließlich der Grund für die weiteren Gespräche hinsichtlich der notwendigen Investition. „Es entstand nie der Eindruck, dass AXA uns einfach nur eine Maschine verkaufen wollte. In den Gesprächen stand immer die optimale Lösung im Mittelpunkt.“ Gemeinsam mit Wächter & Wokan erarbeitete AXA ein auf die Bedürfnisse abgestimmtes Konzept, welches die benötigte Flexibilität bot. Da letztendlich die Beratung, die Entwicklung und Konzeption überzeugte, beauftragte man AXA mit der Umsetzung.

Zunächst wurden auf dem Bearbeitungszentrum überwiegend Bauteile für Druckmaschinen bearbeitet. Von 50% im Jahr 2008 sank der Anteil jedoch auf heute 5-10%. Das hatte auch Auswirkungen auf die Ausrichtung von Wächter & Wokan. Durch die vorhandenen, flexiblen Maschinen konnte man andere Branchen bedienen. So liegt der heutige Schwerpunkt in der Medizintechnik. Hier werden überwiegend Sonderteile mit einer Stückzahl 1 bearbeitet. In der Druckbranche gilt weiterhin Serienproduktion mit 200-300 Stück / Woche.

Bis zum Jahr 2012 wuchs der Maschinenpark auf vier AXA Bearbeitungzentren – drei VHC 2 und eine VHC 3. Die 5-Achs Maschine VHC 3 mit Schwenkkopf und integriertem Rundtisch sowie einem größeren Verfahrweg von X = 3000 mm bzw. 2 x 1250 mm kann dank zweier Maschinentische im Pendelbetrieb oder als Langbett für Großteile genutzt werden. Das XTS Wechslermagazin verfügt über eine Kette mit 48 Plätzen SK40; ist allerdings erweiterbar auf max. 96 Plätze und jederzeit hauptzeitparallel rüstbar.

Bei der Anschaffung der VHC 3 lagen noch keine konkreten Aufträge vor, die mit dem Bearbeitungszentrum bearbeitet werden konnten. W&W entschied sich für die Investition, um neue Märkte aufzutun und neue Kunden, insbesondere im Maschinen- und Werkzeugbau zu gewinnen.

Aufgrund des Markterfolges wurde im Jahre 2014 ein weiteres AXA Bearbeitungszentrum angeschafft – die VCC 1200 aus der kleinsten AXA Maschinenserie. Die VCC war ursprünglich als Entlastung der übrigen Maschinen gedacht. Doch schnell war auch Sie ausgelastet und bearbeitet mittlerweile Kleinserien von 10-30 Stück am Tag.

Durch die höchst flexible Maschinenauslegung, gleiche Spannmittel, durchgängig einsetzbare Werkzeuge und Programme, Werkzeug- und Werkstückvermessung auf den Bearbeitungszentren sowie Vernetzung aller Maschinen werden minimale Rüstzeiten realisiert.


Zentrale Vernetzung für maximale Flexibilität
Wächter & Wokan bearbeitet als Lohnfertiger sehr unterschiedliche Werkstücke. Allerdings ist nicht jeder Maschine ein bestimmtes Werkstück zugewiesen. Dank einer Vernetzung aller AXA Bearbeitungszentren untereinander ist es möglich, jedes Werkstück auf jeder Maschine zu bearbeiten. Alle Bearbeitungsprogramme liegen zentral auf einem Server, auf den der Maschinenbediener von jedem Bearbeitungszentrum aus zugreifen kann. So werden alle Maschinen ausgelastet und Wartezeiten in der Produktion entfallen. Wiederkehrende Aufträge können ohne Probleme auf verschiedenen Maschinen bearbeitet werden.

Dadurch dass der Maschinenpark ausschließlich aus AXA BAZ besteht, sind auch Werkzeuge kompatibel. So können 300-400 Werkzeuge ohne weiteres sofort in jeder Maschine eingesetzt werden.



Gut beraten zum AXA Maschinenpark
Die unaufdringliche Art und das Gefühl, sehr gut beraten zu werden, haben Wächter & Wokan dazu veranlasst, die erste Maschine bei AXA in Auftrag zu geben. Aufgrund der technisch hohen Qualität und Zuverlässigkeit der AXA Bearbeitungszentren wurden bis heute insgesamt sechs Maschinen gekauft. Christian Wokan schätzt die Werthaltigkeit der Maschinen. Auch wenn die Anschaffungskosten teils nicht unerheblich sind, die Beständigkeit und Präzision der Maschinen sprechen für sich. „Auch bei der Auslieferung der einzelnen Maschinen wird bei AXA auf höchste Präzision geachtet. Das Einbringen der Bearbeitungszentren verläuft jedes Mal gut geplant und reibungslos.“
Auch den AXA Service lobt Christian Wokan. „Bei AXA kann man auch freitags am späten Nachmittag noch jemanden persönlich erreichen.“ Und dank der jahrelangen Erfahrung mit AXA Maschinen legt er mittlerweile auch schon mal selbst Hand an, wenn es um kleinere Reparaturen geht.

In AXA sieht Christian Wokan einen zuverlässigen Partner. Bei der Planung jedes einzelnen Projekts wurde eng zusammengearbeitet, so dass letztendlich optimale Lösungen für die Kundenanforderungen gefunden und entwickelt werden konnten. Die durchgängige Betreuung durch AXA Mitarbeiter sowie der zuverlässige Service unterstreichen den Eindruck, ernst genommen zu werden. AXA verkauft nicht nur Maschinen, sondern vielmehr die Lösungen für unterschiedlichste Anforderungen. Durch die AXA eigene Entwicklung, Konstruktion und Fertigung sind nahezu alle Kundenwünsche umsetzbar. Jede Maschine ist genau so individuell wie der Kunde.

Unmittelbare Qualitätskontrolle durch Direktvermessung
Wächter & Wokan ist ein nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Unternehmen. Als eines von wenigen verfügt das Unternehmen seit 2013 über eine Messmaschine. An dieser Maschine wird das Werkstück nach seiner Bearbeitung dreidimensional vermessen. So erfolgt die unmittelbare Kontrolle der zuvor erfolgen Fräsbearbeitung. Abweichende Messergebnisse werden dokumentiert und ggf. Anpassungen an der Werkstückbearbeitung vorgenommen. Somit werden alle Teile einer direkten Qualitätskontrolle bei Wächter & Wokan unterzogen, bevor sie an den Kunden ausgeliefert werden.


Anwenderbericht als pdf: